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Leserbrief von Stefan Hiestand zum Thema Musikschule Wollerau

Musikschule Wollerau - konstruktive Ideen sind gefragt

Die Öffentlichkeitsarbeit der Musikerfamilie Hakios hat mich als Unternehmer und liberal denkenden Politiker dazu bewogen, konstruktive Lösungsansätze zur Optimierung der zur Abstimmung kommenden Musikschule Wollerau aufzuzeigen. Obwohl ich im Grundsatz zu einer gemeinsamen Musikschule Höfe tendiere, könnte ich mir als Übergangslösung durchaus vorstellen, die bisherigen professionellen, auf privater Basis Musikunterricht erteilenden Kleinunternehmer ins vorgesehene Konzept – als freischaffende Unternehmer – einzufügen.

Es gibt klar mehrere Gründe, welche für eine solche Lösung sprechen. Erstens: Die Qualität der bisherigen Anbieter ist zweifelsfrei bewiesen. Zweitens: Eine Zusammenarbeit auf Mandatsbasis bläht die Sozialkosten zulasten der Gemeinde nicht unnötig auf. Drittens: Die KMU’s bleiben als solche bestehen. Viertens: Die Schüler können den Musikunterricht, bei geschickter Einteilung, weiterhin bei ihren bisherigen Lehrkräften besuchen. Kontinuität und Qualität sind gewahrt. Eltern, Schüler und Lehrperson sind bereits auf Tuchfühlung. Die Leistungsbereitschaft und allfällige musikalische Begabungen sind erkannt und können punktuell gefördert werden. Fünftens: Verträge mit Firmen und Anbietern können zeitlich limitiert werden. 

Wenn unsere Behörden, wie mehrmals versichert, einen Zusammenschluss mit den Musikschulen unserer Partnergemeinden ernsthaft ins Auge fassen, ist es meiner Meinung nach ineffizient, jetzt auf bewährte Kräfte zu verzichten. Dass bei einer Annahme des Sachgeschäftes auch die Musikschule Freienbach Schüler verlieren wird steht ausser Frage. Um künftig effizienter zu arbeiten sind Zusammenschlüsse auf verschiedensten Ebenen sinnvoll. Zweckverbände und Vereine als Trägerschaften von sinnvollen Institutionen beweisen ihre Tauglichkeit auch in der heutigen Zeit. Eine Grossgemeinde Höfe beispielsweise würde vieles vereinfachen. Schlanke, übersichtliche Strukturen in Verwaltung könnten gemeinsame Interessen fördern. Ein Hickhack um gemeindeeigene Musikschulen würde verhindert.

Lassen wir jedoch, zugunsten unserer Jugend, die Musik zuerst im eigenen Dorfe spielen. Daher würde ich die Annahme einer eigenen Musikschule, unter Miteinbezug von beschriebenen Lösungsansätzen, sehr begrüssen.

 Stefan Hiestand, Präsident FDP Wollerau