Generalversammlung vom 15. April 2010
Letzten Donnerstag versammelten sich, trotz frühlingshaftem Wetter, schlussendlich vierundzwanzig Personen zur Generalversammlung der Wollerauer Liberalen im Restaurant Verenahof. Als Gastreferent zur Thematik Teilzonenplan Roos durfte FDP Präsident Stefan Hiestand Gemeindepräsident Markus Hauenstein begrüssen. Um den Gast nicht warten zu lassen, wurde das Traktandum Teilzonenplan Roos vorgezogen. In gekonnter Manier erläuterte Markus Hauenstein nochmals alle relevanten Eckdaten.
JA zu Teilzonenplan Roos
Ende Januar 1991 wurde die Färbereiproduktion auf dem Areal Roos der Gebrüder Frey AG eingestellt. Die Liegenschaften der Gebr. Frey AG sind bis anhin mehrheitlich der Industriezone zugeteilt. Unter Mitwirkung der Bevölkerung wurde im Leitbild 1998 festgehalten, dass die Industriezone Roos in Mischbaugebiete umzuwandeln ist. Dieser Leitgedanke wurde 2004 in die Entwicklungsstrategie übernommen. Eine erste Umzonungsvorlage wurde 2007 auf der Basis eines Studienauftrages über eine Neunutzung des Areals und unter Berücksichtigung der Spange Süd von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern knapp verworfen. Die Analyse des Abstimmungsresultates ergab, dass kaum die Umzonung an sich, sondern wohl eher die zum damaligen Zeitpunkt zur Diskussion stehende Spange Süd für die Ablehnung den Ausschlag gab. Der Gemeinderat sah sich deshalb veranlasst, an den Aussagen im Leitbild und der Entwicklungsstrategie festzuhalten und eine neue Umzonungsvorlage auszuarbeiten. Durch den Wegfall der Spange Süd ergab sich dabei eine andere Ausgangslage, indem keine besonderen Vorkehrungen - Anordnung und Ausrichtung der Baukörper, zur Einhaltung der Lärmgrenzwerte - mehr nötig sind. Der heute in der Industriezone liegende Teil des Areals umfasst eine Fläche von rund 25'000 m2. Je nach Anordnung der Bauten können rund 120 Familienwohnungen erstellt werden, womit einem vielgenannten Bedürfnis aus der Bevölkerung Rechnung getragen wird. Die Vorlage beinhaltet lediglich die Umzonung der bisherigen Industriezone in eine Mischbauzone WG 3 und WG 4 mit den üblichen Zonenbestimmungen. Der Gemeinderat, so Hauenstein, sein in Verhandlungen mit dem Eigentümmer um für Wollerau «kostengünstige» Landpreise zu erwirken. Die FDP stimmt im Grundsatz dem neuen Teilzonenplan Roos zu.
Rechnung 2009 – Gewinn von 5 Millionen
Die Rechnung 2009 wurde durch RPK Mitglied Michel Degen der Versammlung vorgestellt. Er hatte das Vergnügen, nur Erfreuliches zu berichten. Die Rechnung 2009 der Gemeinde Wollerau schliesst mit einem Gewinn von Fr. 5'034'681.59 ab. Dieses Ergebnis fällt im Vergleich zum Voranschlag 2009 um Fr. 12.1 Mio. besser als geplant aus. Dies ist auf höhere Einnahmen von Fr. 9.9 Mio. undeinem geringeren Aufwand von Fr. 2.2 Mio. zurückzuführen. Auffallend ist, dass der Gemeinderat offensichtlich bemüht ist, trotz exzellenter Finanzlage, den Aufwand fest im Griff zu haben. Der einwohnerbezogene Nettoaufwand wie auch der einwohnerbezogene Verwaltungsaufwand sind tiefer ausgefallen als geplant. Dies trifft auch auf die totalen Ausgaben pro Einwohner zu. Der Mehrertrag von Fr. 5.35 Mio. (+31.5% zum Voranschlag) stammt alleine aus „Steuern laufendes Jahr natürliche Personen“. Die periodischen Steuern Vorjahre haben sich mit einem Plus von Fr. 3.17 Mio. für natürliche Personen resp. Fr. 0.52 Mio. für juristische Personen ebenfalls erfreulich entwickelt. Die relative Steuerkraft pro Einwohner ist von 2008 auf 2009 um 1.7% auf Fr. 6'641.- angestiegen. Als Wehrmutstropfen mag der Betrag von rund 9,3 Millionen an den Finanzausgleich bezeichnet werden. Dem Gemeinderat, vorab Säckelmeister Ueli Metzger, darf an dieser Stelle ein Kränzchen gewunden werden. Die FDP nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass für die kommenden Investitionen ein genügendes Polster vorhanden ist, um diese auch realisieren zu können.
Personalplanung und Aktivitäten
Auch in Zukunft will die FDP Wollerau den Dialog mit der Bevölkerung vertiefen. Spannende Aktivitäten sind in der Pipeline. Dem Vorstand unter der Leitung von Stefan Hiestand ist es ein Anliegen, nicht nur den Mitgliederbestand zu erhöhen, sondern junge Menschen vermehrt in politisch sinnvolle Aufgaben zu integrieren.





